Erläuterungen zur Bilanz

1 Anlagevermögen

Im Geschäftsjahr haben wir, wie im Vorjahr, keine Entwicklungskosten aktiviert, da die in IAS 38 definierten, umfangreichen Aktivierungsvoraussetzungen nicht vollständig gegeben waren.

Unsere Werthaltigkeitsprüfung führen wir einmal jährlich durch. Ergibt sich aufgrund eines besonderen Sachverhalts die Notwendigkeit einer zusätzlichen Überprüfung („triggering event“), erfolgt diese zeitnah. Im Berichtsjahr war dies, wie im Vorjahr, nicht notwendig.

Zur Ermittlung des erzielbaren Betrags (Nutzungswert) verwenden wir das Discounted Cashflow-Modell. Die angesetzten künftigen Ergebnisse (EBIT nach IFRS) haben wir einer 4-Jahresplanung entnommen, deren Basis im Dezember verabschiedet wurde. Diese Planung führten wir mit Planungsprämissen durch, zu deren Festlegung wir uns sowohl der Prognosen externer Quellen (z. B. aktuelle VDMA-Veröffentlichungen) als auch unserer eigenen Kenntnisse der Märkte und Wettbewerber bedienten. Für das erste Jahr haben wir mit Werten, die grundsätzlich auf dem Niveau des aktuellen Berichtsjahres liegen, kalkuliert. Für die folgenden Jahre erwarten wir wieder eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Dabei schreiben wir das Ergebnis des vierten Planjahres konstant in die Zukunft als ewige Rente fort; Wachstumsraten setzen wir nicht an. Bei der Überleitung auf den Cashflow korrigieren wir Effekte für geplante Erweiterungsinvestitionen. Sofern die geplanten Abschreibungen wesentlich von den vorgesehenen Erhaltungsinvestitionen abweichen, werden die angesetzten Zahlungsströme ebenfalls angepasst.

Die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten enthalten keine Posten aus Steuern und aus Finanzierungsaktivitäten.

Für die Bestimmung des Diskontierungsfaktors wird das Verfahren der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) mithilfe des Capital-Asset-Pricing-Models (CAPM) herangezogen, wonach zunächst Eigenkapitalkosten mit Hilfe des CAPM sowie die Fremdkapitalkosten zu bestimmen sind und danach mit der Kapitalstruktur gewichtet werden. Als Basiszins wurde der Zins einer risikofreien Bundesanleihe mit einer Laufzeit von zehn Jahren zugrunde gelegt. Die Marktrisikoprämie haben wir aufgrund der weltweiten wirtschaftlichen Erholung von 5 % wieder auf das Vorkrisenniveau von 4 % zurückgenommen, der dabei verwendete Beta-Faktor beträgt wie im Vorjahr 1,0. Der daraus abgeleitete individuelle Diskontierungszins vor Steuern für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit liegt – abhängig von den jeweiligen Landessteuersätzen – zwischen 7,40 % und 9,11 % (Vorjahr zwischen 8,69 % und 10,69 %).

Die Werthaltigkeitsprüfung ergab keinen Abwertungsbedarf. Im Vorjahr wurde ein Abwertungsbedarf in Höhe von 3.332 T€ bei einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit in Belgien aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten festgestellt.

Die Erhöhung des jeweiligen Diskontierungsfaktors um 10 % würde zu einem Abwertungsbedarf von 648 T€ (Vorjahr 0 T€) führen.

Von dem Buchwert aller Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 38.185 T€ (Vorjahr 33.810 T€) entfallen 18.285 T€ (Vorjahr 18.285 T€) auf die niederländische Konzerngesellschaft DP industries B.V.; 3.710 T€ (Vorjahr 3.710 T€) auf die italienische Gesellschaft KSB Italia S.p.A.; 2.980 T€ (Vorjahr 2.980 T€) auf die deutsche Gesellschaft Uder Elektromechanik GmbH; 3.358 T€ (Vorjahr 2.790 T€) auf die südafrikanische Gesellschaft KSB Pumps (S.A.) (Pty) Ltd.. Auf die erstmals in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entfallen 3.710 T€ (davon 1.353 T€ auf die KSB Service Italia S.r.l., 1.280 T€ auf die KSB Lindflaten AS und 1.077 T€ auf die KAGEMA Industrieausrüstungen GmbH). Die restlichen 6.142 T€ (Vorjahr 6.045 T€) verteilen sich, wie im Vorjahr, auf weitere 12 Gesellschaften.

Im Berichtsjahr waren, wie im Vorjahr, keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf andere Immaterielle Vermögenswerte vorzunehmen.

Das Investitionsvolumen in Sachanlagen ist im Jahresvergleich um 20 % zurückgegangen. Nach den Großinvestitionen in den vergangenen Jahren haben wir, wie im Vorjahr angekündigt, im Berichtsjahr wieder ein normales Investitionsniveau erreicht.

Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen (nahezu ausschließlich Immobilien) sind im Anlagevermögen gemäß IAS 17 aktiviert. Gegenläufig sind entsprechende Finanzschulden passiviert. Der Buchwert dieser aktivierten Vermögenswerte beträgt 7.076 T€ (Vorjahr 7.167 T€).

Aus dem Abgang von Sachanlagevermögen sind Buchgewinne von 1.781 T€ (Vorjahr 1.538 T€) und Buchverluste von 1.219 T€ (Vorjahr 1.235 T€) entstanden. Der Ausweis der Buchgewinne und -verluste erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen und den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Im Berichtsjahr haben wir, wie im Vorjahr, keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen vorgenommen.

Innerhalb der Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zurückgegangen. Zugänge, vor allem aus der Aufstockung unserer Anteile an einem italienischen Motorenhersteller, wurden durch gegenläufige Effekte aus der Erstkonsolidierung von sechs Gesellschaften sowie durch vorgenommene Abschreibungen mehr als kompensiert. Diese Abschreibungen betreffen vor allem fünf kleinere Gesellschaften in Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Hier haben wir im Rahmen unserer Werthaltigkeitsprüfungen Wertminderungsbedarfe aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten festgestellt. Aufgrund geplanter weiterer Erstkonsolidierungen im Geschäftsjahr 2011 ist mit einem nochmaligen Rückgang bei diesem Bilanzposten im Jahr 2011 zu rechnen.

Der Anstieg der Ausleihungen erklärt sich mit der Finanzierung einer Neugründung in Amerika. Auch hier erwarten wir für das Geschäftsjahr 2011 einen deutlichen Rückgang aufgrund der geplanten Konsolidierungskreiserweiterungen.

Aktuell sind keine Veräußerungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen geplant.

Von den Ausleihungen entfallen 9.434 T€ (Vorjahr 1.817 T€) auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

Der Einfluss aus der ergebnisneutralen Währungsumrechnung auf das Anlagevermögen beträgt 14.113 T€ (Vorjahr 5.877 T€).

Die Anteilsbesitzliste befindet sich am Ende dieses Anhangs.

2Aktive latente Steuern

Die Erläuterungen zu den aktiven latenten Steuern befinden sich im Kapitel „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“.

3Vorräte

In Höhe von 31.711 T€ (Vorjahr 27.455 T€) sind Vorräte zum Nettoveräußerungswert bilanziert. Die in der Berichtsperiode als Aufwand erfassten Wertminderungen betragen 2.147 T€ (Vorjahr 6.387 T€). Wertaufholungen in Höhe von 3.431 T€ (Vorjahr 3.742 T€) haben wir dann vorgenommen, wenn der aktuelle Nettoveräußerungswert über dem des Vorjahres liegt. Vorräte in Höhe von 778.595 T€ (Vorjahr 749.468 T€) sind als Aufwand der Berichtsperiode erfasst worden.

4Forderungen und sonstige Vermögenswerte

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungen sind Darlehen an nicht konsolidierte KSB-Gesellschaften von 5.823 T€ (Vorjahr 5.945 T€) enthalten. Die Forderungen gegen Beteiligungen betragen insgesamt 4.565 T€ (Vorjahr 2.512 T€).

Die Fertigungsaufträge nach IAS 11 enthalten ein Ergebnis von 26.539T€ (Vorjahr 27.224 T€) und Kosten von 195.182 T€ (Vorjahr 184.200 T€). Der Umsatz nach IAS 11 beträgt 328.716 T€ (Vorjahr 349.428 T€). Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo sind Bestandteil der Übrigen Rückstellungen.

Die Anderen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte enthalten unter anderem Forderungen gegenüber Betriebsangehörigen und Zinsabgrenzungen. Des Weiteren sind hierunter 11.294 T€ (Vorjahr 6.319 T€) Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen (überwiegend aus Umsatzsteuern) und finanzielle Vermögenswerte aus Devisentermingeschäften nach IAS 39 in Höhe von 1.519 T€ (Vorjahr 2.037 T€) aufgeführt. Forderungen aus Zinsderivaten bestanden wie im Vorjahr nicht.

Das Nominalvolumen aller Devisentermingeschäfte beträgt zum Bilanzstichtag 139.105T€ (Vorjahr 112.179 T€) und das der gesamten Zinsderivate 5.532 T€ (Vorjahr 16.430 T€).

Die vertraglichen Fälligkeiten der Zahlungen für Devisentermingeschäfte stellen sich wie folgt dar:

Es sind 21.638 T€ (Vorjahr 15.699 T€) der gesamten Forderungen und sonstigen Vermögenswerte nach mehr als einem Jahr fällig.

5Wertpapiere und Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens sind mit 500 T€ (Vorjahr keine) enthalten.

Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich überwiegend um kurzfristig angelegtes Fest- und Tagesgeld. Hiervon setzen die deutschen Konzerngesellschaften 18.900 T€ (Vorjahr 16.100 T€) zur gesetzlich vorgeschriebenen Absicherung von Wertguthaben aus Altersteilzeitvereinbarungen ein. Sie sind aufgrund ihrer vertraglichen Gestaltung jederzeit für uns verfügbar.

6Eigenkapital

Das Grundkapital der KSB AG ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Es beträgt satzungsgemäß 44.771.963,82 € und ist in 886.615 Stammaktien und 864.712 Vorzugsaktien eingeteilt. Jede Stückaktie ist am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt. Die Vorzugsaktien sind mit einem nachzuzahlenden selbstständigen Vorzugsgewinnanteil und einem Anspruch auf eine gestaffelte Mehrdividende ausgestattet. Alle Aktien sind auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Die Kapitalrücklage resultiert aus der Einstellung von Aufgeldern aus Kapitalerhöhungen zurückliegender Jahre.

Die Gewinnrücklagen enthalten neben thesaurierten Ergebnissen vor allem ergebnisneutral verrechnete Währungsumrechnungs- und Konsolidierungseffekte. Aus diesen Effekten resultieren 230 T€ (Vorjahr 128 T€) aktive latente Steuern und 20 T€ (Vorjahr 11 T€) passive latente Steuern.

Aus dem Eigenkapital wurden gemäß Beschluss der Hauptversammlung der Muttergesellschaft des Konzerns KSB AG, Frankenthal, vom 19. Mai 2010 insgesamt 21.241 T€ ausgeschüttet (Dividende von 12,00 € je Stammaktie und 12,26 € je Vorzugsaktie).

Marktwertänderungen von Derivaten zur Sicherung zukünftiger Cashflows von – 750 T€ (Vorjahr – 480 T€) sind im Eigenkapital enthalten. Sie haben sich wie folgt entwickelt:

Die Anteile anderer Gesellschafter entfallen großteils auf die PAB GmbH, Frankenthal, mit den von ihr gehaltenen Beteiligungen sowie auf unsere Gesellschaften in Indien und China. An der PAB GmbH ist die KSB AG mit 51 % beteiligt, die Klein Pumpen GmbH, Frankenthal, mit 49 %.

Die detaillierte Entwicklung der Eigenkapitalpositionen und der Anteile anderer Gesellschafter ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Der Vorschlag zur Verwendung des nach deutschem HGB ermittelten Bilanzgewinns der KSB AG befindet sich am Ende dieses Anhangs.

Angaben zum Kapitalmanagement

Eine adäquate Eigenkapitalausstattung sowie ausreichende finanzielle Unabhängigkeit sind für KSB wichtige Voraussetzungen, um unseren Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und den dauerhaften Fortbestand von KSB zu sichern. Auch die Ausstattung der laufenden Geschäftstätigkeit mit den erforderlichen finanziellen Mitteln ist für uns von wesentlicher Bedeutung. Wichtige Kenngrößen sind für uns neben Auftragseingang und Umsatz die Umsatzrendite und die Nettofinanzposition (d. h. der Saldo aus verzinslichen Geldwerten einerseits sowie Finanzschulden andererseits). Auch die Veränderung der Eigenkapitalquote ist für uns von Relevanz. Wir überwachen die Entwicklung dieser Kennzahlen regelmäßig und steuern sie unter anderem durch aktives Working-Capital-Management sowie durch die ständige Optimierung unserer Finanzierungsstruktur.

Die Entwicklungen dieser Kennzahlen im Berichtsjahr sind im Lagebericht dargestellt.

7Passive latente Steuern

Die Erläuterungen zu den passiven latenten Steuern befinden sich im Kapitel „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“.

8Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen resultieren zu mehr als 90 % aus leistungsorientierten Altersversorgungsplänen (Defined Benefit Plans) der deutschen Konzerngesellschaften. Dabei handelt es sich um Direktzusagen der Gesellschaften an ihre Mitarbeiter. Die Zusagen orientieren sich an deren Entgelt und Beschäftigungsdauer. Teilweise liegen auch Eigenbeiträge der Mitarbeiter zugrunde. Zusätzlich existieren in einigen ausländischen Konzerngesellschaften kleinere Versorgungspläne sowie in den US-Gesellschaften Verpflichtungen für die Krankenversicherung der Mitarbeiter nach Eintritt in den Ruhestand. Diese sind zu vergleichbaren Grundsätzen bewertet.

Die Rückstellungsbeträge für diese Versorgungsverpflichtungen sowie der Jahresaufwand für Altersversorgungsleistungen werden jährlich anhand versicherungsmathematischer Gutachten nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (Projected-Unit-Credit, IAS 19) bewertet bzw. ermittelt.

Die versicherungsmathematischen Annahmen lauten wie folgt: Der Rechnungszins für die Abzinsung der Verpflichtungen wurde von 5,4 % auf 5,3 % abgesenkt. Für den künftigen Einkommenstrend werden wie im Vorjahr 2,7 % angenommen, für den Rententrend wie im Vorjahr 2,0 %. Für die biometrischen Annahmen sind die „Richttafeln 2005G“ nach Prof. Klaus Heubeck maßgebend. Für die Fluktuation liegt eine mittlere Fluktuationsrate (2,0 %) zugrunde. Das rechnungsmäßige Renteneintrittsalter richtet sich nach dem Rentenversicherungs-Altersanpassungsgesetz 2007 (RVAGAnpG). Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden über den 10 %-Korridoransatz um den Barwert der DBO berücksichtigt. Soweit die kumulierten Gewinne oder Verluste diesen Korridor überschreiten, wird der übersteigende Betrag über die durchschnittliche Restdienstzeit der Mitarbeiter in die Folgejahre ergebniswirksam verteilt.

Der Barwert der Versorgungszusagen für 2008 betrug 217 Mio. €, 2007 waren es 215 Mio. € und 2006 waren es 230 Mio. €.

Der laufende Dienstzeitaufwand sowie die Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste sind im Personalaufwand unter Aufwendungen für Altersversorgung und der Zinsaufwand im Finanzergebnis unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen verbucht.

An staatliche Rentenversicherungsträger wurden im Berichtsjahr 25.849 T€ (Vorjahr 23.361 T€) an Beiträgen gezahlt.

Übrige Rückstellungen

Die unter den Rückstellungen ausgewiesenen Steuerschulden enthalten noch zu zahlende Steuerbeträge für das Berichtsjahr und für zurückliegende Jahre, für die noch kein rechtskräftiger Steuerbescheid vorliegt. Bei den Rückstellungen für Übrige Leistungen an Arbeitnehmer handelt es sich vorwiegend um Erfolgsbeteiligungen, Jubiläumsverpflichtungen, Urlaubsverpflichtungen, Altersteilzeitverpflichtungen und Abfindungen. Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen und Pönalien decken die gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Kunden ab. In den Übrigen sonstigen Rückstellungen sind unter anderem Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (überwiegend aus Fertigungsaufträgen nach IAS 11 mit passivischem Saldo in Höhe von 840 T€ für 2010 und 4.577 T€ für 2009), Kundenboni, noch anfallende Kosten und Umweltschutzmaßnahmen enthalten.

40.203 T€ der Übrigen Rückstellungen sind langfristig (Vorjahr 43.482 T€). Dies sind im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläums-, Altersteilzeit- sowie für Garantieverpflichtungen.

9Verbindlichkeiten

*Vorjahresdarstellung angepasst

*Vorjahresdarstellung angepasst

Zur mittelfristigen Liquiditätssicherung hat die KSB AG im Jahr 2009 vorsorglich ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 100 Mio. € mit Laufzeiten von 3 und 5 Jahren erfolgreich platziert. Dieses diente ursprünglich dazu, die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens auch bei einem längeren Krisenverlauf sicherzustellen.

Im KSB Konzern sind zur Sicherung von Bankschulden und Verbindlichkeiten auf Basis üblicher Bedingungen Vermögenswerte von 5.242 T€ (Vorjahr 2.753 T€) sicherungsübereignet. Davon entfallen 124 T€ (Vorjahr 184 T€) auf Sachanlagen, 3.674 T€ (Vorjahr 1.254 T€) auf Vorräte, 506 T€ (Vorjahr 302 T€) auf Forderungen und 938 T€ (Vorjahr 1.013 T€) auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige Sicherungsmaßnahmen.

Im Berichtsjahr sind 9.389 T€ (Vorjahr 8.648 T€) der Verbindlichkeiten durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Der gewichtete Durchschnittszinssatz der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie aus dem ausgegebenen Schuldscheindarlehen beträgt 3,70 % (Vorjahr 3,05 %). Das Zinsänderungsrisiko besteht bei dem überwiegenden Anteil des zuvor erwähnten Schuldscheindarlehens.

Im Berichtsjahr existieren keine Covenantvereinbarungen für Kredite. 2009 waren bei 3 Krediten über insgesamt 60 Mio. € Covenantvereinbarungen einzuhalten. Diese Kredite wurden im Berichtsjahr aufgrund der guten Liquiditätssituation vorzeitig getilgt. Im Vorjahr galt für zwei dieser Darlehen über insgesamt 50 Mio. € eine durch die Kreditgeber definierte Kennzahl (sogenannte Eigenmittelquote), die einen Wert von 25 % nicht unterschreiten durfte. Die Covenants des dritten Darlehens über 10 Mio. € bezogen sich auf die Einhaltung eines dynamischen Verschuldungsgrades und eines Kapitaldienstdeckungsgrades. Auch hier waren beide Kennzahlen durch den Kreditgeber definiert.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern betreffen auch Steuern, die Konzerngesellschaften für Rechnung Dritter abführen müssen.

In den Anderen sonstigen Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr 3.008 T€ (Vorjahr 2.395 T€) Marktwertänderungen von Sicherungsgeschäften enthalten. Davon entfallen 350 T€ (Vorjahr 514 T€) auf Zinsderivate. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen 2.030 T€ (Vorjahr 848 T€). Darüber hinaus sind 3.171 T€ (Vorjahr 2.189 T€) vereinnahmte Investitionszuschüsse für unsere Neubauten in Deutschland enthalten.