Sonstige Angaben

Die Anpassungen im Konsolidierungskreis hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die nachfolgenden Sonstigen Angaben, im Vorjahresabschluss wäre dies ebenso gewesen.

Eventualschulden (Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen)

Derzeit liegen keine Erkenntnisse vor, die auf eine Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen hindeuten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und operativen Leasingverträgen (Mindestleasingzahlungen) betragen insgesamt 25.724 T€ (Vorjahr 22.494 T€). Davon werden 11.012 T€ innerhalb eines Jahres (Vorjahr 10.389 T€) und 12.203 T€ (Vorjahr 10.402 T€) nach ein bis fünf Jahren fällig. Im Berichtsjahr haben wir 10.389 T€ für diese Verträge aufgewendet.

Die operativen Leasingverträge beziehen sich überwiegend auf Kraftfahrzeuge und Immobilien.

Die Finanzierungsleasingverträge beziehen sich nahezu ausschließlich auf Immobilien. Hierbei umfasst die Laufzeit des Vertrages den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder es besteht, wie für ein Objekt in Deutschland, eine Kaufoption.

Die jährlichen Verpflichtungen aus IT-Dienstleistungsverträgen betragen über eine Laufzeit von ein bis fünf Jahren 28.498 T€ (Vorjahr 33.166 T€).

Es bestehen wie im Vorjahr keine Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenserwerben und keine Zahlungsverpflichtungen aus Kapitalmaßnahmen bei Gruppengesellschaften.

Das gesamte Bestellobligo für Investitionen beträgt 6.905 T€ (Vorjahr 11.567 T€). Die entsprechenden Zahlungen sind nahezu vollständig 2011 fällig.

Sonstige Covenantvereinbarungen

Im Berichtsjahr gibt es zwei Avalkreditlinien über ein Volumen von 10 Mio. €, bei denen durch den Kreditgeber definierte Covenantvereinbarungen einzuhalten sind. Beide Vereinbarungen beziehen sich auf einzuhaltende Eigenkapitalgrenzen und auf einen dynamischen Verschuldungsgrad. Es bestehen momentan keine Risiken, dass die zugesagten Covenants nicht eingehalten werden können.

Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die KSB Stiftung, Stuttgart, am 21. Mai 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der KSB AG, Frankenthal / Pfalz, am 5. Mai 2008 die Schwelle von 75,00 % überschritten hat und zu diesem Tag 80,24 % (711.453 Stimmrechte) betrug. Davon hielt die KSB Stiftung 0,54 % (4.782 Stimmrechte) direkt und 79,70 % (706.671 Stimmrechte) waren der KSB Stiftung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die der KSB Stiftung zugerechneten Stimmrechte wurden von der Klein Pumpen GmbH, Frankenthal, gehalten.

Es besteht ein Miet- und Dienstleistungsvertrag zwischen der KSB AG und der Klein Pumpen GmbH. Hieraus sind im Berichtsjahr in der KSB AG Aufwendungen von 77 T€ (Vorjahr 24 T€) und 8 T€ (Vorjahr 9 T€) Erträge angefallen. Für kurzfristige Geldanlagen der Klein Pumpen GmbH bei der KSB AG wurden im Berichtsjahr keine Zinsen vergütet (Vorjahr 3 T€). Kurzfristige Geldanlagen der KSB AG bei der Klein Pumpen GmbH und der Klein Pumpen GmbH bei KSB Gesellschaften werden angemessen verzinst. Zum 31. Dezember 2010 betragen die Verbindlichkeiten gegenüber der Klein Pumpen GmbH 7 T€ (Vorjahr 473 T€).

Allen Rechtsgeschäften liegen marktübliche Konditionen zugrunde. Dies belegt auch der nach § 312 AktG erstellte Abhängigkeitsbericht.

Für das Geschäftsjahr 2010 betragen die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats 1.310 T€ (Vorjahr 1.257 T€) und die Gesamtbezüge des Vorstands 4.027 T€ (Vorjahr 3.705 T€). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind 19.580 T€ (Vorjahr 21.026 T€) zurückgestellt; deren Gesamtbezüge betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.436 T€ (Vorjahr 1.428 T€). Die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen für aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder beläuft sich auf 1.770 T€ (Vorjahr 1.906 T€).

Unsere Hauptversammlung am 19. Mai 2010 hat auf Basis der gesetzlichen Regelungen beschlossen, dass die Aufgliederung der Vorstandsbezüge unterbleibt.

Die Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand sind vor den Ausführungen zum Gewinnverwendungsvorschlag für die KSB AG angegeben.

Wirtschaftsprüfer

In der Hauptversammlung der KSB AG am 19. Mai 2010 wurde die BDO AG in Frankfurt am Main zum Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 bestellt. Für das Geschäftsjahr 2010 sind Honorare für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 250 T€ (Vorjahr 245 T€) im Abschluss enthalten, sowie weitere 45 T€ (Vorjahr 40 T€) für die Abschlussprüfung bei deutschen Tochtergesellschaften. Darüber hinaus sind 217 T€ (Vorjahr 30 T€) Honorare für sonstige Leistungen angefallen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die tragischen Ereignisse in Japan haben die Diskussion über die Nutzung der Kernkraft als Energiequelle neu geprägt. Inwieweit diese sich auf die Bestellung energietechnischer Komponenten wie Pumpen und Armaturen auswirkt, ist derzeit noch nicht abschätzbar. KSB bietet grundsätzlich für alle Formen der Energieumwandlung geeignete Produkte an. Sollte sich der Anteil der Kernenergie an der weltweiten Stromversorgung künftig verringern, würde das zwangsläufig die Nachfrage nach Kraftwerken im konventionellen Bereich oder nach Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien fördern. Eine solche Substitution wäre für KSB aus heutiger Sicht nicht von Nachteil.

Deutscher Corporate-Governance-Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der KSB AG haben die aktuelle Erklärung zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate-Governance-Kodex“ gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung ist auf unserer Website www.ksb.com veröffentlicht und damit den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.