Mitarbeiter

  • Konzernbelegschaft um 3,1 % gewachsen
  • Projekt „Demografische Fitness“ gestartet
  • Werteorientierte Zusammenarbeit gefördert

Um für unsere Kunden innovative Produkte und attraktive Leistungen bereitzustellen, benötigen wir die besten Mitarbeiter. Diese suchen wir weltweit, fördern sie und geben ihnen Gelegenheit, sich mit ihren Fähigkeiten in einem von Professionalität und Kooperation geprägten Arbeitsklima zu entfalten.

Erhöhung der Mitarbeiterzahlen

Zum Jahresende 2010 beschäftigte KSB weltweit 14.697 Mitarbeiter; das sind 448 Personen mehr als im Vorjahr. Dieses Wachstum der Belegschaft geht größtenteils auf die Erstkonsolidierung von fünf operativen Gesellschaften in Deutschland, Italien, Kanada, Norwegen und Russland zurück. Personell verstärkt haben sich in nennenswertem Umfang aber auch die KSB AG, die zahlreiche Strategieprojekte initiierte, sowie zwei Gesellschaften in Brasilien und Indien.

Wettbewerb um Talente

Der demografische Wandel stellt unsere Personalarbeit, vor allem in Deutschland, vor neue Herausforderungen. In dem Ende 2010 gestarteten Projekt „Demografische Fitness“ entwickeln wir Analysemethoden, um standortbezogen die mit dem Altern der Bevölkerung einhergehenden Schwierigkeiten zu erkennen sowie die Auswirkungen auf KSB zu begrenzen. Hierzu gehört es, frühzeitig für geeignete Nachwuchskräfte zu sorgen; zugleich aber wollen wir unseren älteren Mitarbeitern die Möglichkeit eröffnen, länger am Arbeitsleben teilzunehmen.

Um uns in naher Zukunft mit gut ausgebildeten akademischen Fachkräften zu verstärken, stehen wir in engem Kontakt zu Studierenden in den für unsere Tätigkeit wichtigen Disziplinen. Bei der Suche nach Ingenieuren helfen unsere Kooperationen mit technischen Hochschulen wie beispielsweise den deutschen Universitäten Kaiserslautern, Karlsruhe und Leipzig. Potenziellen Nachwuchskräften zeigen wir auf Hochschul-Messen, welche Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten ihnen KSB bietet.

Den Bedarf an Facharbeitern und Kaufleuten decken wir in Deutschland zu einem großen Teil über die eigene Berufsausbildung. Die Zahl unserer Ausbildungsplätze haben wir dazu in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf 327 im Berichtsjahr erhöht. Dafür haben wir 2010 inklusive der Ausstattung unserer Lehrwerkstätten rund 8,5 Mio. € aufgewendet. Insgesamt bilden wir derzeit junge Menschen in 13 verschiedenen Berufen aus. Dabei sind Methodenkompetenz und soziales Lernen wichtige Bestandteile des Lehrprogramms.

Um für Schlüsselpositionen die jeweils besten Kandidaten zu ermitteln, nutzen wir die Möglichkeiten einer internationalen Personalsuche. 2010 haben wir begonnen, diese weltweit zu standardisieren. Definierte Soll-Prozesse, einheitliche Qualitätsstandards und transparente Verantwortlichkeiten sollen helfen, solche Stellen mit geringerem Aufwand schnell zu besetzen.

Qualifizierte Projektleiter erleichtern Strategieumsetzung

Unseren Mitarbeitern bieten wir sowohl thematisch wie methodisch vielseitige Möglichkeiten, ihre beruflichen Fertigkeiten und Fähigkeiten zu verbessern. Hierzu steht ein internes Weiterbildungsprogramm mit Fremdsprachen-Kursen, betriebswirtschaftlichen und technischen Trainings, IT-Seminaren sowie Veranstaltungen zur persönlichen Weiterentwicklung bereit. 2010 verzeichneten wir rund 4.600 Teilnehmer an 525 Seminaren und Trainings aus diesem Programm. Außerdem haben Mitarbeiter die Form des Lernens über elektronische Medien genutzt. Bei diesem „E-Learning“ kann jeder Teilnehmer Lernzeiten und Lerntempo individuell bestimmen, die Schwerpunkte seines Wissenserwerbs selbst festlegen und Inhalte beliebig oft wiederholen.

Ein wichtiger Weiterbildungsschwerpunkt war im Berichtsjahr die Ausbildung von Mitarbeitern zu Projektmanagern. Diese erleichtert es, unsere Strategievorhaben in einheitlichen Verfahren und mit professionellen Methoden zum Erfolg zu führen. Hierzu haben sich angehende Projektleiter auch nach dem Standard der „International Project Management Association“* qualifiziert.

Unternehmenskultur weiterentwickeln

Unser Handeln im Konzern wollen wir an klar definierten Werten und Verhaltensgrundsätzen ausrichten. Die Werte, die unsere Arbeit und unseren Umgang miteinander prägen, sind Vertrauen, Verantwortung, Professionalität, Redlichkeit und Wertschätzung. Diese verstehen wir als Teil unserer Unternehmenskultur, deren Weiterentwicklung auch einen Beitrag zu unserem ökonomischen Erfolg leisten wird.

Mit der konkreten Bedeutung dieser Unternehmenswerte haben sich 2010 rund 300 Mitarbeiter in sogenannten Wertedialogen auseinandergesetzt. In diesen Gesprächsrunden diskutierten sie mit ihren jeweiligen Vorgesetzten, was sie persönlich mit den Unternehmenswerten verbinden und welche Relevanz diese für ihr geschäftliches Handeln besitzen. Externe Moderatoren strukturierten und begleiteten diesen Prozess. Darüber hinaus haben sich Personalverantwortliche in speziellen Seminaren mit wertebasiertem Führungsverhalten beschäftigt.

Zur KSB-Führungskultur tragen die regelmäßigen Feedbacks bei, die nicht nur Abteilungsleiter ihren Mitarbeitern geben, sondern diese umgekehrt auch ihren Vorgesetzten. Das in Argentinien, Deutschland und Finnland bewährte anonymisierte „Führungs-Feedback“ haben wir 2010 erstmals weltweit organisiert. An den Ergebnissen sehen die Vorgesetzten, wie ihr Verhalten von den Mitarbeitern wahrgenommen wird und können ihre Führungsarbeit verbessern.

Besondere Leistung unserer Mitarbeiter

In dem krisenbedingt schwierigen Geschäftsjahr 2010 haben unsere Mitarbeiter auf die veränderten Anforderungen des Marktes sehr flexibel reagiert. Beispielsweise hat unser Vertriebspersonal die vorhandenen Marktchancen gut genutzt, um die Auftragslage zu stabilisieren; die Beschäftigten in der Produktion stellten sich in der zweiten Jahreshälfte schnell wieder auf das steigende Volumen im Standardgeschäft ein. Zugleich haben die Mitarbeiter unsere neue Organisation umgesetzt und sich in die Verwirklichung der Strategieprojekte eingebracht. Diese Leistung verdient unseren Respekt und unseren Dank.