Unternehmerische Verantwortung

  • Beitritt zum UN Global Compact
  • Ressourcenschonende Fertigungsprozesse
  • Produkte mit hoher Energieeffizienz

KSB übernimmt als Arbeitgeber, Verbraucher, Lieferant und Nachbar auch eine Verantwortung für die Gesellschaft. Dazu gehören ein nachhaltiges Wirtschaften, das die Belange der Umwelt und der Mitarbeiter berücksichtigt, sowie ein dauerhaftes soziales Engagement. Durch eigene Aktivitäten und mit Spenden fördern wir gesellschaftlich wichtige Maßnahmen und helfen, Not zu lindern. Unsere Prinzipien zur Nachhaltigkeit sind Teil der Unternehmenspolitik und Maßstäbe, an denen wir unser Handeln orientieren. Sie gelten für alle Standorte und Gesellschaften der KSB-Gruppe.

Seit April 2010 ist KSB Mitglied im UN Global Compact, einer Initiative der Vereinten Nationen. Diese hat das Ziel, die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten. Mit dem Beitritt haben wir uns verpflichtet, die zehn Prinzipien der Initiative auf dem Gebiet der Menschenrechte, der Arbeitsnormen, des Umweltschutzes sowie der Korruptionsbekämpfung in unserem Unternehmen umzusetzen. Dabei möchten wir uns stetig verbessern und dies mit praktischen Maßnahmen belegen. Zugleich fordern wir auch von unseren Geschäftspartnern, diese Prinzipien einzuhalten. Dies gilt ebenso für die Kernkonventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)**.

Umweltverträglich arbeiten und Produzieren

Umweltschutz beginnt bei uns dort, wo wir unsere Produktionsprozesse gestalten und deren Auswirkungen auf den Material- und Stromverbrauch beachten. In allen Werken streben wir an, unsere Pumpen, Armaturen und zugehörigen Systeme ebenso energieeffizient wie umweltverträglich herzustellen. Dazu prüfen wir regelmäßig die Maßnahmen zum Umweltschutz und verbessern uns kontinuierlich. Zum schonenden Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen gehört es, Abfallstoffe fachgerecht zu trennen und Rohstoffe wiederzuverwerten. Hierzu haben wir 2010 mehrere Projekte auf den Weg gebracht.

Den sparsamen Einsatz von Wasser versuchen wir dadurch zu gewährleisten, dass wir es möglichst mehrfach nutzen. In Lille (Frankreich) starteten wir ein Modellprojekt, um Regenwasser aufzufangen. Über ein Leitungssystem gelangt das Dachablaufwasser des Werkes in drei Sammelbehälter, die je 10.000 Liter fassen. Sie speisen den Prüfstand und die sanitären Anlagen, was eine entsprechende Menge an Trinkwasser spart. Dieses Konzept werden wir in den kommenden Jahren an weiteren Betriebsstätten umsetzen.

Um unseren Stromverbrauch zu senken, verwenden wir in Werkstätten, Lagern und Büros mehr und mehr Energiesparlampen. Auch ersetzen wir alte, weniger effiziente Maschinen und Geräte durch modernes Equipment mit besseren Wirkungsgraden. Einen Schwerpunkt bildeten dabei 2010 die Modernisierungsmaßnahmen in Indien, wo wir unter anderem energiesparende Leuchtsysteme installierten.

Am chinesischen Standort Lingang haben wir im Berichtsjahr die KSB-weit erste Anlage mit einer geothermischen Wärmepumpe in Betrieb genommen. Dieses System nutzt das natürliche Wärmespeichervermögen der Erde, um die Gebäude des Werkes zu heizen und zu kühlen. Der Einsatz der geothermischen Wärmepumpe spart gegenüber herkömmlichen Anlagen rund 30 % der Energiekosten.

Kontinuierlich haben wir in den vergangenen Jahren unsere Standorte weltweit nach der Umweltnorm ISO 14001* zertifiziert; im Jahr 2010 kamen sieben weitere Produktions- und Servicestandorte in Deutschland, Italien, den Niederlanden und den USA hinzu. Einen Nachweis dieser international anerkannten Norm fordern wir auch zunehmend von unseren Lieferanten ein.

Energie sparen, CO2-Ausstoß verringern

Viele Kunden verlangen heute Produkte mit einem niedrigen Energieverbrauch. Neben den wirtschaftlichen Erwägungen sind dabei für sie auch ökologische Aspekte relevant. Den Erwartungen der Kunden entsprechen wir durch Pumpen mit hohen Wirkungsgraden sowie mit Automationssystemen, die helfen, Einsparpotenziale beim Stromverbrauch zu erkennen und zu nutzen. In Forschung und Entwicklung arbeiten wir an weiteren Lösungen, die zugleich energetische Ressourcen sparen und die Betriebskosten senken.

Mit unseren energiesparenden Pumpen treffen wir unter anderem in Indien auf eine steigende Nachfrage. Dort zielt ein umfangreiches Regierungsprogramm darauf, Aggregate mit hohem Stromverbrauch gegen effizientere Maschinen auszutauschen, um so der Energieknappheit im Land zu begegnen. Zugleich soll diese Maßnahme dazu dienen, das Wachstum an Kohlendioxid-Emissionen einzubremsen. Von den in unseren Werken vor Ort hergestellten Pumpentypen erreichen bereits 51 die Anforderungen der beiden höchsten von fünf indischen Effizienzklassen.

Die Senkung der Treibhausgase ist ein globales Ziel, dem sich viele Unternehmen weltweit anschließen. Lieferanten wie KSB sollen deshalb Auskunft geben können, welche Menge an Kohlendioxid (CO2) bei der Herstellung ihrer Erzeugnisse anfällt. Diese Angabe, die als „carbon footprint“* bekannt ist, stellen wir schon seit 2007 für eine Reihe von Pumpen aus französischer Produktion bereit. Seit 2010 verfügen wir auch über CO2-Angaben zu unseren Absperrklappen. Wir rechnen damit, dass die Kunden solche Informationen künftig häufiger benötigen und werden diese für weitere Produkte ermitteln. Um an der Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes mitzuwirken, haben wir uns in Österreich einer Klimaschutzinitiative angeschlossen und helfen Städten und Gemeinden, ihren kommunalen Beitrag zu leisten.

Sicherheit am Arbeitsplatz weiter erhöht

Im Rahmen unseres integrierten Managements beachten wir die Zusammenhänge von Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Gesunderhaltung der Mitarbeiter. Dies gilt beispielsweise bei der Vermeidung umweltgefährdender Stoffe. Darüber hinaus verstehen wir Arbeitsschutz als eine Kernaufgabe, um Risiken frühzeitig zu erkennen und Unfällen sowie anderen Gesundheitsbeeinträchtigungen vorzubeugen. Ziel ist es, die Arbeitsplätze aller Beschäftigten so sicher wie möglich zu gestalten.

2010 legten wir dabei einen Schwerpunkt auf unsere amerikanischen Gesellschaften. In Argentinien, Brasilien, Chile, Mexiko und den Vereinigten Staaten führten wir an 10 Standorten rund 30 Maßnahmen durch, um die Unfallzahlen in Werkstätten und Lagerhallen zu reduzieren. Dabei haben wir Gefahrenstellen gekennzeichnet, das Tragen von Schutzausrüstung zur Pflicht gemacht und Arbeitsplätze besser ausgeleuchtet. Außerdem haben wir an brasilianischen Standorten die Sicherheit durch mehrere Maßnahmen wie die Installation neuer Feuerlöschsysteme erhöht.

Gesunderhaltung durch Prävention und Sport

Die Gesundheit unserer Mitarbeiter fördern wir über den Arbeitsschutz hinaus mit präventiven Maßnahmen. Unsere werksärztlichen Dienste führten im Berichtsjahr allein in Deutschland etwa 2.000 Vorsorgeuntersuchungen und 450 Grippeschutzimpfungen durch. Unsere betriebssportlichen Angebote verstehen wir ebenfalls als einen Beitrag zur Gesunderhaltung. In Italien, wo unsere Gesellschaft im Vorjahr zu einem der 100 besten Arbeitgeber gekürt wurde, errichteten wir auf einem Werksgelände ein rund 100 Quadratmeter großes Fitnessstudio für die Beschäftigten. Die Auszubildenden in Deutschland profitierten von speziellen Fitnessprogrammen, in denen sie auch das richtige Heben und Tragen schwerer Gegenstände lernten, um Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates vorzubeugen.

Wer Computerarbeit leistet, belastet seine Wirbelsäule oft einseitig, was zu Rückenschmerzen führen kann. In Deutschland haben wir deshalb ein Programm gestartet, das sich speziell an die im Büro tätigen Mitarbeiter richtet. Über das Internet erhalten die Teilnehmer bis zu dreimal täglich Video-Anleitungen zu Entspannungs- und Kräftigungsübungen. Diese lassen sich direkt am Arbeitsplatz durchführen. Rund 400 Beschäftigte nehmen bislang an diesem Programm teil.

Bedarfsgerechte Angebote für Familien

Als familienfreundliches Unternehmen machen wir unseren Mitarbeitern Angebote, wie sie ihren Beruf mit ihren privaten Verpflichtungen besser in Einklang bringen können. Welche Bedürfnisse hier bestehen, klären wir mithilfe interner Befragungen. Je nach familiärer Situation können wir beispielsweise eine Kinderbetreuung oder Pflegeangebote für Angehörige vermitteln. Dazu arbeiten wir in Deutschland mit Partnern an unseren Standorten sowie mit bundesweit tätigen Agenturen zusammen. Ferner bieten wir betriebliche Maßnahmen an, um Mitarbeitern in schwierigen Lebenslagen zu helfen.

Engagement für Bildung und Katastrophenopfer

Unsere sozialen Initiativen zielen besonders auf eine adäquate Bildung von Kindern und Jugendlichen, die wir als die Mitarbeiter von morgen sehen. Als Gründungsmitglied engagieren wir uns daher in der Initiative „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland“. Hier helfen wir mit, die sprachliche und naturwissenschaftliche Kompetenz von Kindern zu fördern. 2010 rüsteten wir beispielsweise mehrere Grundschulen mit Materialien aus, die spielerisch das Interesse an technischen und naturwissenschaftlichen Themen wecken. Außerdem führten wir im Projekt „Erzählwerkstatt“ die Ausbildung von Erzieherinnen fort, die das sprachliche Erleben von Kindern im Vorschulalter gestalten.

Auch in Asien setzen wir uns kontinuierlich für eine bessere Bildung ein. Über den Hilfsfonds KSB CARE* unterstützten wir in China, Indonesien und Vietnam mehrere schulische Projekte, um Kindern ein besseres Lernen zu ermöglichen. Zugleich hilft KSB CARE in Indien, veraltete sanitäre Einrichtungen in Schulen zu renovieren und neue Anlagen zu errichten.

Auch im Falle von Naturkatastrophen engagieren wir uns mit Geld- und Sachspenden. Für die Flutopfer in Pakistan stellten KSB und die Mitarbeiter zusammen 100.000 € an Spendengeldern zur Verfügung. Unsere pakistanische Gesellschaft koordinierte den Einsatz dieser Mittel, damit Nahrung, Medizin und Trinkwasser schnellstmöglich den Betroffenen zugute kamen. Neben der Errichtung von Wasserfiltrationsanlagen halfen wir beim Wiederaufbau von Krankenstationen und Schulen. Pakistanische KSB-Mitarbeiter beteiligten sich überdies an Hilfsaktionen und boten Obdachlosen Wohnräume an.

Unternehmensspenden kommen außerdem Kindern, Jugendlichen und sozial Benachteiligten an unseren deutschen Standorten zugute. Diesem Zweck diente auch wieder unsere Aktion „Spenden statt Präsente“, mit der wir vor Weihnachten Institutionen und Projekte in Frankenthal, Pegnitz und Halle unterstützten.