Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat informiert nachfolgend über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010. Zusammengefasst war dieses weiterhin von den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt, welche die Absatzmärkte von KSB in unterschiedlicher Intensität und teilweise zeitlich versetzt traf. Die Einschätzung ihres weiteren Verlaufs und etwaiger Konsequenzen waren somit erneut von zentraler Bedeutung. Darüber hinaus bildeten die Maßnahmen zur Strategieumsetzung, die Einführung der neuen Unternehmensorganisation sowie die prägenden Elemente unserer Unternehmenskultur den Mittelpunkt unserer Beratungen mit dem Vorstand.

Im vergangenen Geschäftsjahr nahm der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Regelmäßige und anlassbezogene, schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands haben uns zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens informiert, insbesondere über die Geschäfts- und Finanzlage, die Personalsituation, die Investitionsvorhaben sowie relevante Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen und organisatorischen Entwicklung.

Für KSB bedeutende Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Vorstandsberichte ausführlich erörtert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden hinterfragt und vom Vorstand im Einzelnen erläutert. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands haben wir nach gründlicher Prüfung und Beratung unser Votum abgegeben. Über die intensive Arbeit im Plenum und in den Ausschüssen hinaus standen sowohl der Aufsichtsratsvorsitzende als auch weitere Aufsichtsratsmitglieder in vielfältigem Kontakt mit dem Vorstand, um sich über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle zu informieren. Im Berichtszeitraum traten keine Interessenkonflikte bei Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern auf, die gegenüber dem Aufsichtsrat oder der Hauptversammlung offenzulegen wären.

Schwerpunkte der Arbeit im Aufsichtsratsplenum und in den Ausschüssen

2010 fanden vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt. Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die Entwicklung der KSB Aktiengesellschaft, des Konzerns und der einzelnen Bereiche, vornehmlich die Auftragseingangs-, Umsatz-, Ergebnis-, Vermögens- und Beschäftigungsentwicklung, die aktuelle wirtschaftliche Lage, die Strategie sowie Investitions- und Akquisitionsprojekte. Letzteren widmeten wir uns auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrfach, insbesondere im Zusammenhang mit der weiteren Verstärkung unserer deutschen und internationalen Service-Aktivitäten. Angesichts der Vielzahl von Akquisitionen in den letzten Jahren galt unser besonderes Augenmerk deren strukturierter Integration und Führung, unter anderem durch Schaffung einheitlicher Berichts- und Kontrollstrukturen sowie durch die Bereinigung führungsmäßiger Schwachstellen, bis hin zu partiellen Desinvestitionen. Auf welchen konkreten Wegen KSB das insgesamt angestrebte Wachstum erreichen kann, ließen wir uns einschließlich der zugrunde liegenden strategischen Überlegungen ausführlich darstellen. Intensiv begleiteten wir zudem den mehrheitlichen Erwerb eines italienischen Herstellers innovativer Antriebstechnologie, von welcher wir uns einen deutlichen Zuwachs an Kompetenz auf diesem von Überlegungen zur Energieeffizienz geprägten Gebiet erwarten. Mehrfach befassten wir uns mit größeren Investitionsprojekten, besonders im asiatischen Raum. Diese dienen der Modernisierung unserer Standorte, der Ausschöpfung aktueller Potenziale und der Sicherung künftiger Geschäftschancen.

Vor dem Hintergrund der Krisenerfahrung und der Notwendigkeit korrelierender Steuerungsmaßnahmen legte der Aufsichtsrat großen Wert auf die Optimierung der Prognosesicherheit. Die hierzu kürzlich eingesetzten Instrumente unterzogen wir einer kritischen Prüfung. Zugleich präsentierte der Vorstand eine Reihe von Vorschlägen für angemessene und hinreichend flexible Reaktionen auf mögliche Entwicklungen. Der Schwerpunkt lag dabei auf einer Forcierung der vertrieblichen Aktivitäten. Die mehrfache Befassung mit spezifischen, langfristigen Determinanten wirtschaftlichen Wachstums rundete diese Betrachtung ab.

Weiterhin hohe Aufmerksamkeit widmeten wir der Entwicklung unserer Geschäftsaktivitäten in China, die wir uns mehrfach aus jeweils unterschiedlichen Blickwinkeln vom Vorstand vorstellen ließen. Abhängig von den weiteren politischen Entscheidungen sind in unserem 2008 gegründeten Gemeinschaftsunternehmen für Nuklearprodukte im laufenden Jahr ergänzende Investitionen vorgesehen. Der Aufsichtsrat stimmte überdies bedeutenden Investitionen für den Produktbereich Armaturen zu, um auch diesen durch den Aufbau chinesischer Produktionskapazitäten nachhaltig zu entwickeln.

Wiederholt Gegenstand der Tagesordnung waren ferner die vom Vorstand eingeleiteten Maßnahmen zur Fortentwicklung unserer auf tradierten Werten beruhenden Unternehmenskultur. Im Zuge eines bei unseren Führungskräften beginnenden Top-Down-Prozesses soll die Vermittlung und Vertiefung dieser Werte allen Mitarbeitern eine klare Orientierung geben, aber auch einen Anspruch an sie für die von ihnen zu leistende Arbeit begründen. Daher messen wir diesem konzernweiten Projekt in seiner längerfristigen Wirkung eine erhebliche Bedeutung zu.

Im September trat der Aufsichtsrat zu einer zweitägigen Sitzung am Standort Pegnitz zusammen. Vor Ort machte er sich ein Bild von der dortigen Geschäftsentwicklung und den leistungsfähigen Produktionsanlagen, einschließlich der jüngst getätigten Erweiterungen. Wir hinterfragten den Status der zu Jahresbeginn geänderten Unternehmensorganisation und ließen uns im Einzelnen erläutern, welche Stärken und Schwächen in der Umsetzungsphase zu Tage traten. Ferner erhielten wir vertiefte Einblicke in einen der neu geschaffenen Konzernbereiche. Thema dieser sowie der folgenden Sitzung waren außerdem die unterjährigen Änderungen des Deutschen Corporate-Governance-Kodex und deren Einfluss auf die Abläufe im Unternehmen. Daneben standen im Dezember der Verlauf des zu Ende gehenden Geschäftsjahrs und die Planungen für 2011 im Mittelpunkt der Betrachtungen.

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben arbeitete der Aufsichtsrat im vergangenen Geschäftsjahr mit sechs Ausschüssen sowie sieben Unterausschüssen. Sie bereiteten sowohl Beschlussfassungen als auch besondere Themen vor. Darüber hinaus trafen sie – soweit gesetzlich zulässig – in ihrem jeweiligen Aufgabenbereich eigene Entscheidungen. Diese Aufteilung hat sich in der praktischen Arbeit bewährt. Die Ausschussvorsitzenden berichteten in den sitzungen regelmäßig und umfassend über die Inhalte und Ergebnisse der Arbeit in den Ausschüssen; die in den Unterausschüssen erarbeiteten Themen wurden den jeweiligen Ausschüssen vorgetragen. Außer im Prüfungs-, im Nominierungs- und im Unternehmensentwicklungs-Ausschuss führt der Aufsichtsratsvorsitzende auch in den Ausschüssen den Vorsitz.

Im Vorfeld der Neuwahlen von Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung behandelte der Nominierungsausschuss die entsprechenden Wahlvorschläge. Hierfür trat er im Berichtsjahr einmal zusammen.

Der Planungs- und Finanzausschuss tagte im Berichtsjahr viermal. Er beschäftigte sich mit der Unternehmens- und Investitionsplanung und der finanziellen Lage des Unternehmens sowie der Vorbereitung entsprechender Beschlüsse des Aufsichtsrats. Einen Schwerpunkt bildete die regelmäßige Erörterung der Berichterstattung des Vorstands zur „rollierenden Vorschau“, die fortlaufend einen mittelfristigen Zeitraum abdeckt. Ausführlich erörterten die Ausschussmitglieder überdies die der Planung zugrunde liegenden Prämissen und die Qualität der Planung. Sie ließen sich zu diesem Zweck den Planungsprozess im Einzelnen vorstellen.

Der Unterausschuss „Innovation“ tagte dreimal und widmete sich grundlegenden Aspekten der Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsorganisation des Unternehmens. Einen Schwerpunkt bildete die notwendige Verzahnung unternehmerischer Themen und deren Zuordnung zu den unterschiedlichen Fachbereichen.

Der Unterausschuss Nuklear tagte dreimal und erörterte vor allem grundsätzliche Fragen des Ausbaus der Geschäftsaktivitäten im Hinblick auf Produkte für die Kerntechnik. Die Entwicklung des zur Fertigung solcher Produkte 2008 gegründeten chinesischen Gemeinschaftsunternehmens blieb – wie schon im Vorjahr – Gegenstand vertiefter Betrachtung.

Die Unterausschüsse Vertriebs- sowie Produktionsmanagement befassen sich mit Konzepten zur systematischen Fortentwicklung dieser Bereiche. 2010 begleiteten sie im Wesentlichen die Umsetzung der neuen Organisation und traten fünf- bzw. zweimal zusammen.

Der Unterausschuss Unternehmensentwicklung beschäftigte sich im Zuge zweier Sitzungen mit Fragen der Strategieumsetzung sowie dem Status der hierfür bereits eingeleiteten und der noch vorgesehenen Projekte.

Im September 2010 richteten wir den Ausschuss Unternehmensentwicklung ein. Der neue Ausschuss widmet sich Themen wie Unternehmensentwicklung und Strategie, Innovation, Nuklearmärkte und Produktionsmanagement; die entsprechenden Unterausschüsse wurden aufgelöst. Er kam im Berichtsjahr zweimal zusammen; dabei befasste er sich besonders mit innovativen Geschäftsmodellen und grundlegenden neuen Trends in der Technik nebst zugehörigen Kommunikationsaspekten.

Der im Dezember 2010 eingerichtete Unterausschuss Controlling entstand aus entsprechenden Überlegungen im Prüfungsausschuss und tagte viermal. Er berät den Vorstand bei Aufgabenstellungen für dieses Ressort; dabei geht es auch um interdisziplinäre Schnittstellen.

Der Personalausschuss hielt im Berichtsjahr fünf Sitzungen ab. Er behandelt hauptsächlich Fragen der Vorstandsvergütung einschließlich der Ausgestaltung der Anstellungsverträge für die einzelnen Vorstandsmitglieder sowie sonstige Vorstandsangelegenheiten. Entscheidungen zur Vorstandsvergütung werden vom Plenum getroffen, wobei der Ausschuss regelmäßig vorbereitend tätig wird. Auf Empfehlung des Ausschusses verlängerte das Plenum die Vorstandsbestellungen der Herren Dr. Wolfgang Schmitt (bis 30. Juni 2014) und Jan Stoop (bis 30. Juni 2013). Anstelle von Herrn Dr. Schmitt wurde Herr Dr. Peter Buthmann mit Wirkung ab 8. Februar 2011 zum Arbeitsdirektor bestellt. Dies erfolgte im Zusammenhang mit der Neufassung des Zuschnitts der Vorstandsressorts, welche zuvor in Ausschuss und Plenum Gegenstand intensiver Beratungen war. Dadurch wird unserer Strategie sowie der neuen Unternehmensorganisation deutlicher Rechnung getragen. Ferner diskutierte der Ausschuss Personalentwicklungsfragen mit der Zielsetzung, Vorstands- und sonstige Führungspositionen vorrangig aus den eigenen Reihen zu besetzen. Die Ausschussmitglieder nahmen vor diesem Hintergrund auch 2010 an Veranstaltungen mit Nachwuchskandidaten aller Führungsebenen teil, um den unmittelbaren Gedankenaustausch zu fördern. Besonderes Gewicht lag außerdem auf konzeptionellen Aspekten des Einsatzes von Mitarbeitern im Ausland.

Der Unterausschuss „Führung und Unternehmenskultur“ kam einmal zusammen und befasste sich sowohl mit grundsätzlichen Überlegungen zum definierten Themenkreis als auch mit konkreten Erfahrungen aus der Praxis. Nach Erarbeitung eines vertiefenden Positionspapiers und dessen Erläuterung im Aufsichtsratsplenum lösten wir das Gremium zum Jahresende auf.

An den vier Sitzungen des Prüfungsausschusses nahmen stets der Finanzvorstand sowie mehrfach der Abschlussprüfer teil. Der Ausschuss erörterte in erster Linie den Jahres- und Konzernabschluss, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und der Innenrevision sowie die Weiterentwicklung des Risikomanagements und der Compliance-Organisation. Darüber hinaus wurde der Halbjahresfinanzbericht mit dem Vorstand diskutiert. Das Gremium befasste sich ferner mit der Festlegung der Schwerpunkte für die selbstständige Prüfung des Aufsichtsrats gem. § 171 AktG sowie für die externe Abschlussprüfung. Es unterbreitete dem Plenum einen Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung und beauftragte diesen später mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses. Die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers wurde gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate-Governance-Kodex eingeholt und das Fortbestehen der Unabhängigkeit überwacht. Zur Vorbereitung der Arbeit im Plenum bildeten Verlauf und Konsequenzen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auch 2010 einen kontinuierlichen Schwerpunkt der Diskussion.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG musste im vergangenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat hat die Entwicklungen der Corporate-Governance-Standards fortlaufend beobachtet. In mehreren Sitzungen befassten wir uns mit der Umsetzung der Änderungen des Deutschen Corporate-Governance-Kodex und den damit zusammenhängenden gesetzlichen Neuerungen. Über die Corporate Governance bei KSB berichten Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate-Governance-Kodex hier im Geschäftsberichts. Am 30. März und am 8. Dezember 2010 gaben sie gemeinsam eine jeweils aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ab und machten diese den Aktionären auf der Website der Gesellschaft zugänglich. Derzeit entspricht die KSB Aktiengesellschaft bis auf zwei Ausnahmen den vom Bundesministerium der Justiz am 2. Juli 2010 bekannt gemachten Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Die Abschlussunterlagen nebst dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugegangen. Sie wurden sowohl im Prüfungsausschuss am 22. März 2011 als auch im Aufsichtsratsplenum am 29. März 2011 intensiv behandelt und vom Vorstand jeweils ausführlich erläutert. Der Abschlussprüfer nahm an den Beratungen in beiden Gremien teil, berichtete über die Ergebnisse der Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat hat den nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der KSB Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2010 sowie den auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS)** erstellten Konzernabschluss und den Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2010 und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft.

Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, Niederlassung Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der KSB Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2010 sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2010 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsausschuss hatte für das Berichtsjahr für den Abschlussprüfer besondere Prüfungsschwerpunkte festgelegt: Prüfung des Aufbaus und der Wirksamkeit des Rechnungslegungsprozesses, Prüfung der Validität der Planung, Prüfung der Abbildung von Risiken im Rahmen von Rückstellungen hinsichtlich deren Angemessenheit sowie Prüfung der bilanziellen Behandlung von Unternehmenserwerben und damit verbundener Kaufpreisallokationen (einschließlich der Angaben im Anhang sowie der Behandlung bedingter Kaufpreiszahlungen). Über seine Feststellungen zu diesen Prüfungsschwerpunkten hat der Abschlussprüfer schriftlich und mündlich Bericht erstattet.

Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen zu Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht. Gemäß der Empfehlung des Prüfungsausschusses billigt er die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns der KSB Aktiengesellschaft hält der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung für angemessen; er schließt sich ihm an.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Den vom Vorstand nach § 312 AktG aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Abschlussprüfer ebenfalls geprüft und diesem Bericht den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

  1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
  2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
  3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“

Vorstandsbericht und Prüfungsbericht wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig überlassen und waren auch Gegenstand der Beratungen im Prüfungsausschuss sowie im Plenum. Der Abschlussprüfer nahm an den Beratungen beider Gremien teil, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Sowohl auf Empfehlung des Prüfungsausschusses als auch nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung im Aufsichtsratsplenum erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Als gewähltes Ersatzmitglied für den zum 31. Dezember 2009 aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Herrn Carl-Wilhelm Schell-Lind rückte Herr Dr. Stephan Bross mit Wirkung ab 1. Januar 2010 in den Aufsichtsrat nach. Nach Ablauf seiner Amtszeit ist Herr Ludwig Udo Kontz mit Beendigung unserer ordentlichen Hauptversammlung am 19. Mai 2010 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden; für ihn wurde Herr Dr. Martin Auer von der Hauptversammlung zum Aufsichtsratsmitglied bestellt. Herr Heinrich Dieter Müller ist mit Eintritt in den Ruhestand zum 31. August 2010 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden; als gewähltes Ersatzmitglied rückte Herr Reiner Euler mit Wirkung ab 1. September 2010 in den Aufsichtsrat nach. Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Herren für die konstruktiven und sachkundigen Beiträge sowie für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzernunternehmen spricht der Aufsichtsrat für ihre Arbeit im abgelaufenen Jahr Dank und Anerkennung aus. Sie haben erneut wesentlich zu einem erfolgreichen Geschäftsverlauf beigetragen.

Frankenthal, den 29. März 2011

Für den Aufsichtsrat

Dr. Hans-Joachim Jacob
(Vorsitzender des Aufsichtsrats)